Radnetzplaner Mecklenburg-Vorpommern

Gravur-Manufaktur

Adresse

Münzstraße 22b
19055 Schwerin
Telefon: +4938577783185
E-Mail: kontakt@gravur-manufaktur.de
Website:

Tipp auf der Karte anzeigen »

Weitere Informationen

Graveurmeisterin Carola Frericks graviert in Handarbeit verschiedenste Metallgegenstände mit Ornamenten, Figuren, Wappen, Monogrammen und Schriften.

Das Atelier von Carola Frericks in der Schweriner Münzstraße -

Das Atelier von Carola Frericks in der Schweriner Münzstraße -

Ein Frauenberuf, der auf die Knochen geht. Wenn Carola Frericks in ihrem Atelier in der Schweriner Münzstraße den Stichel in das Metall treibt, dann ist das Schwerstarbeit: „Ich arbeite für die Handgravuren meistens mit HSS Stahl, der Stichel wird für jede Gravur auf einem Ölstein neu geschliffen. In der Tiefe ist die Gravur ist die glänzend. Und der Stichel muss an der Stelle wo ich schneide, hochglanzpoliert sein, sonst ist die Gravur unten nicht glänzend, sondern stumpf, und dann ist es keine schöne Gravur.“

Eine Gravur ist eigentlich wie eine Zeichnung in das Metall, die Linien fangen hauchdünn an und werden immer breiter. Die zeichnerische Begabung war für Carola Frericks auch ausschlaggebend für ihre Entscheidung, ihren Graveurmeister zu machen. Sie stammt aus einer Handwerksfamilie, wollte das Handwerk aber unbedingt mit ihrer künstlerischen Ader verbinden. Gerade an den aufwändigeren Kunstwerken hängt ihr Herz: „Ich habe gerade eine Taufschale graviert, die von einer Silberschmiedin mit der Hand geschmiedet wurde. Und ich habe sie dann mit Schrift und mit Bildmotiven wie Tauben und Täuflingen graviert.“

Die Hochachtung vor einem Werk, das in Metall getrieben die Jahrhunderte überdauern kann, ist in ihrer Arbeit zu spüren: „Besonders stolz bin ich auf Stücke, die sehr alt sind, und die ich auch verzieren darf. Wo Graveure in früheren Jahren, manchmal in früheren Jahrhunderten schon graviert haben und ich darf mich dann auch verewigen, das finde ich persönlich am schönsten.“

So hat Carola Frericks auch einen historischen Leuchter restauriert, der in einer Kirche gefunden wurde. Die Gravuren waren im Laufe der Jahrhunderte verschwunden. Immer wieder waren Teile herausgebrochen, die dann ergänzt und überarbeitet wurden. Bei der Restaurierung versuchte sie genau nachzuempfinden, wie der ursprüngliche Stil der Graveure in der Vergangenheit gewesen war. Historische Forschung und eigene künstlerische Gestaltung gingen Hand in Hand: „Das erfordert Fingerspitzengefühl, die eine Maschine niemals leisten könnte.“

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen

« zurück zur Übersicht »