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Kirche St. Marien Stralsund

Adresse

Marienstraße 16
18439 Stralsund
Telefon: +493831298965

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Weitere Informationen

Die Kirche St. Marien ist die größte Kirche Stralsund. Eine in Gold gefasste Plakette an der großen Orgel in St. Marien in der Hansestadt Stralsund deutet auf den Erbauer hin: Friedrich Stellwagen. Die von ihm in den Jahren 1653 bis 1659 erbaute Orgel war sein größtes Werk. Sie besteht aus etwa 3.500 Pfeifen, die größte ist neun Meter lang und 240 Kilogramm schwer. Die Stellwagen-Orgel gehört zu den bedeutendsten Barockorgeln Norddeutschlands.

003_Marienkirche - St. Marien Stralsund

003_Marienkirche - St. Marien Stralsund

"Als größte Pfarrkirche von Stralsund wurde die Marienkirche 1298 erstmals erwähnt. Der ursprüngliche Bau wurde 1382 beim Einsturz des Turmes zerstört. In der heutigen Form wurde sie im Zeitraum 1384 - 1478 erbaut. Das imposante Westwerk, es wurde ab 1416 errichtet, ist ohne Parallele in der zeitgenössischen Architektur. Es ist zusammengefügt aus zwei Seitenhallen und den überragenden Mittelturm, den vier kleine Treppentürme flankieren. Der Hauptturm trug bis 1647 einen spitzen Helm, mit dem die Kirche eine beachtliche Höhe von insgesamt 151 m hatte. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtete ihn.

Der jetzige 104 m hohe barocke Turmhelm stammt aus dem Jahre 1708. Die Marienkirche ist die jüngste gotische Backsteinbasilika im nordischen Raum. Sie besitzt einen polygonalen Chorumgang mit Kapellenkranz. Ungewöhnlich ist das dreischiffige Querhaus. Der Innenraum beeindruckt durch seine Größe. Er ist 96 m lang, 41 m breit und im Mittelschiff 32,95 m hoch. Die Marienkirche ist damit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die größte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. 1807-1810 diente das Gotteshaus den französischen Besatzungstruppen als Kaserne und Heumagazin, so dass der ursprünglichen Ausstattung konnte nur wenig erhalten werden. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, geschaffen 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen. Desweiteren die Grabsteine und die Epitaphien im Chorumgang und Querschiff, das barocke Taufgehäuse aus dem Jahre 1738, das Grabmal des Grafen von Lilljenstedt, der Marmortaufstein und die drei Renaissance-Kronleuchter. Und wer schließlich die 366 Stufen des 104 Meter hohen Turmes ersteigt, dem bietet sich ein fanstastischer Blick. Das ganze Jahr über finden verschiedene Orgelkonzerte statt.

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