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Heilgeistkloster Stralsund

Adresse

Wasserstaße
18435 Stralsund

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Das 1256 erstmals erwähnte Heilgeist-Spital ist eines der besterhaltenen ehemaligen Spitale in Norddeutschland. Die Heilgeistkirche aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts gehört zu den ältesten Gebäuden des Komplexes. Die zweigeschossigen Langhäuser und Fachwerkhäuser dienten einst der Unterbringung und Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen.

Heilgeistkloster (3) - Eingang zum Klostergelände

Heilgeistkloster (3) - Eingang zum Klostergelände

1256 wird das Heilgeistkloster erstmals erwähnt. Allerdings befand es sich zu diesem Zeitpunkt noch innerhalb des Befestigungsgürtels an der Heilgeiststraße, die danach benannt wurde. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde es an den Außenrand der Stadt, an die Wasserstraße, verlegt. Aufgrund dieser Auslagerung war das Heilgeistkloster ständig der Belagerung und Zerstörung ausgesetzt. Ältester Teil des Hospitals ist die Heilgeistkirche. Sie stammt aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Die kleine vierjochige Hallenkirche verfügt über einen geraden Chorabschluss und ist mit einem barocken Altaraufbau aus der Zeit um 1770 ausgestattet. Bemerkenswert ist im Inneren der Kirche das Stern- und Kreuzrippengewölbe. Neben dem Westportal, das auf die Wasserstraße führt, besitzt die Kirche ein Ostportal sowie zwei Türen auf der Ostempore, durch die man in den so genannten Kirchgang gelangt. Er wird durch zwei parallele zweigeschossige Langhäuser gebildet, die um 1645 an die Kirche angebaut wurden und der Unterbringung kranker, pflegebedürftiger und alter Menschen dienten. Der Gang wird östlich durch ein Tor abgeschlossen, das den Kirchgang vom übrigen Teil des Hospitals trennt. In den Kirchgang wurde 1680 eine Galerie eingebaut, die vermutlich das Vorbild für den Säulengang des Rathauses lieferte. Die Heilgeistkirche war vor 1945 Garnisonskirche und wird heute als Gotteshaus für die Heilgeist-Jakobigemeinde genutzt. Der restaurierte Kirchgang wurde mit Wohnungen ausgestattet. An die Galerie schließt sich das Spitalgelände an, auf welchem kleine Fachwerkhäuser stehen. Das Ganze bildet eine in sich geschlossene Anlage, deren Wiederaufbau nach der Wende begann und der inzwischen beendet ist.

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