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Gutshaus Jessenitz

Adresse

Schlossstraße 1
19249 Jessenitz

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Fährt oder radelt man von Lübtheen in Richtung Dömitz, kommt man durch das kleine Dörfchen Jessenitz. Etwas abseits der Hauptstraße gelegen, entdeckt man schon von weitem das eindrucksvolle Gutshaus, das man in solcher Pracht hier wohl kaum vermutet hätte.

Schloss Jessenitz - Das Gutshaus Jessenitz befindet sich heute im Privatbesitz.

Schloss Jessenitz - Das Gutshaus Jessenitz befindet sich heute im Privatbesitz.

Bis ins Jahr 1794 war der Ort Jessenitz, südlich von Lübtheen gelegen, ein Lehen der Familie von Pentz. Nach mehreren Eigentümerwechseln gelangte es schließlich in den Besitz von Carl Friedrich Beßler, der vier Jahre später in Jessenitz ein Herrenhaus errichten ließ. Das im Stil der Neorenaissance errichtete Bauwerk mit seiner gelben Klinkerfassade wirkte besonders prunkvoll durch die vielen Zierelemente und Gesimse aus Sandstein und bot seinerzeit eine moderne Ausstattung, die über das normale Maß hinaus ging. Unter anderem verfügte es über eine Dampf-Warmwasser-Heizung. Nach dem Tod von Carl F. Beßler 1897 wurde das Anwesen durch dessen Tochter Lily und deren Mann Graf von Baudissin bis 1912 bewirtschaftet. Als 1935 der Reichsarbeitsdienst das Herrenhaus übernahm, hatte es etliche Besitzerwechsel hinter sich und der bauliche Zustand hatte sich deutlich verschlechtert, so dass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig wurden. Bis 1945 blieb es in Nutzung des Reichsarbeitsdienstes.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude sehr unterschiedlich genutzt, zunächst als Flüchtlingsunterkunft, dann als Berufsschule, Kindergarten, Maschinenhof und Internat. Bis 1992 beherbergte es eine Weiterbildungsstätte. Seit 1997 befindet sich das herrschaftliche Haus im Privatbesitz. Noch heute sind Wandvertäfelungen, das Treppenhaus und einige Kamine aus der Bauzeit erhalten und erinnern an das einstige gutbürgerliche Leben auf dem Lande.

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